Geschichte der reformierten Gemeinde

Vorwort:

Die nachfolgend aufgeführten Eintragungen aus den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel wurden bewußt nur auszugsweise abgebildet. Sollten Sie an einer vollständigen Auflistung der vorhandenen Daten interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Historischen Arbeitskreis in Wesel, Herrn Hermann Kleinholz, Drosselstrasse 13, 46487 Wesel .
Sie können einige dieser Publikationen auch direkt in der Buchhandlung Korn an der Brückstraße 13 in 46483 in Wesel, www.buchhandlung-korn.de erwerben.

Fragen Sie einfach nach den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel.

 

Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744-1823

 

Zur Geschichte der reformierten Gemeinde Krudenburg

(Text nach der Zusammenfassung von Pfarrer Rosenkranz)

 

Weil die Gutsherrschaft des Schlosses Krudenburg (Graf von Vehlen und Raesfeld, seit 1734 Herren von Grävenitz, seit 1783 von Strünckede) im Unterschied von der umgebenden Gemeinde Hünxe sich zum reformierten Bekenntnis hielt, wurde, vielleicht schon 1620, ein reformierter Schloßprediger in Krudenburg angestellt, zu dessen Gottesdiensten sich auch mehrere Glaubensgenossen aus der Umgegend einfanden. Als die Gräfin von Vehlen vorübergehend zu Schermbeck wohnte, wies sie auch ihrem Schloßprediger dort die Wohnung an. Da der Gutsherr von Krudenburg über den Altar St. Marien zu Hünxe verfügen durfte, bestimmte er die hiermit verbundenen Gefälle von etwa 150 Reichstaler dem Schloßprediger als Gehalt. Das Pfarrhaus in Krudenburg aber wurde nicht von der Gutsherrschaft bezahlt, sondern von dem Geld, das Pfarrer Beckmann sammelte. Seitdem es in Krudenburg ein Presbyterium gab, d.h. seit etwa 1729/21, durfte dieses bei der Pfarrerwahl dem Patron drei Namen zur Auswahl vorschlagen. Als Pfarrer J. H. Vietor die verwitwete Gutsherrin heiratete, bereitete die Wahl seines Nachfolgers solche Schwierigkeiten, dass 1753-55 der Hilfsprediger Frenz die Amtsgeschäfte verrichtete. Damals gehörten zur Gemeinde außer der Patronin und ihrem Haushalt 24 Familien mit 50 reformierten Gemeindegliedern (4 bzw. 6 in Hünxe, 4 bzw. 7 in Krudenburg, 8 bzw. 11 in Drevenack, 8 bzw. 36 in Obrighoven-Peddenberg). Die stes kleine Gemeinde hatte weder Lehrer noch Küster; sooft Gottesdienst gehalten wurde, kam jemand aus Wesel, um zu läuten und vorzusingen. Erst 1785 kam es in Krudenburg zur Gründung einer reformierten Schule, die aber 1816 mit der lutherischen vereinigt wurde. Nachdem schon 1800 die Pfarrstelle zweieinhalb Jahre unbesetzt geblieben war, kam am 4.4.1824 die Union zwischen Hünxe (lutherisch) und Krudenburg (reformiert) zu Stande.“

 

Das für die Jahre 1744 bis 1823 geführte Kirchenbuch, das sich im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack befindet, enthält somit Einträge sowohl aus Obrighoven, hier wird der Wittenberg genannt, als auch die der reformierten Gemeindeglieder aus Drevenack und Hünxe. Aus den amtlichen Eintragungen ragt die ausführliche Beschreibung der Taufe eines aus New York stammenden und versklavten Negerjungen heraus, der den Namen Christian Ludwig Friedrich Wilhelm Rosenfeldt erhielt. Über den weiteren Lebensweg und den Verbleib dieses Jungen ist bisher nichts weiter bekannt geworden.

 

Die Eintragung lautet wie folgt:

1787 Mai 27 – wurde nach gehaltenem Nachmittagsgottesdienst auf audrücklichem Verlangen des Herrn Hauptmann Christian Adolph Sigismund von Vaerst und desselben Frau Gemahlin Marianne Florentine Amalie Caroline Wilhelmine von Strünkede ein nord-amerikanischer „Negerknabe“, der eben im neunten Jahr seines Alters und aus der Provinz Neu Jork gebürtig, getauft. Er erhielt den Namen Christian Ludwig Friedrich Wilhelm Rosenfeldt. Paten: Der Herr Hauptmann Christian Adolph Giesbert von Vaerst, der sich dieses Knabens vorzüglich angenommen, für seine Ausbildung und christliche Erziehung väterliche Sorge tragen will; der Freiherr Ludwig Friedrich Sigismund Carl von Strünkede, Herr zu Crudenburg; die Frau Hauptmann Marianne Florentine Amalie Caroline Wilhelmine von Vaerst geb. von Strünkede; die Freifrau Vicentie Adolphine Luise von Strünkede geb. von Beauschesne, Frau zu Crudenburg. Da dieser Knabe, der im 3ten Jahr seines Alters bereits sein Vaterland, da er zum Sklaven verkauft, verlassen, den Zunamen seines Vaters nicht wusste, so haben die hochadeligen Taufzeugen gut gefunden, ihn „Rosenfeldt“ zu nennen.

Gott lasse diesen Knaben, den er der Finsternis des Heidentums entrissen, in dem Lichte des Evangeliums groß werden zu Verewigung seines Namens und seiner Seeligkeit.

 

 

Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744 -1823

Namen derer, die aus andern Gemeinden Kirchenzeugnisse bei dem hiesigen Consistorio eingereicht haben.

 

1762 Mai 7 Gertraud Beyer aus Hiesfeldt.

1765 Sep 20 Jenneke Korthauers aus Hamminkeln.

1765 Dez 22 Elisabeth Hauptmanns aus Holten.

1773 Mai 4 Anna Gerdrud Beyer, aus Sonsbeck.

1773 Sep 5 Thomas Hulsdonck aus Brünen.

1775 Mär 18 Eisken Schlurcks aus Hamminkeln.

1777 Dez 24 Bernd Kuhners aus Brünen.

1780 Apr 18 Dirck Krakenberg aus Wesel.

 

 

 

Quellen:

1. Historischer Arbeiskreis Wesel, Herrmann Kleinholz

2. Pfarrer Rosenkranz, Textzusammenfassung

 

Tauf – und Geburtsregister . . .

Vorwort:

Die nachfolgend aufgeführten Eintragungen aus den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel wurden bewußt nur auszugsweise abgebildet. Sollten Sie an einer vollständigen Auflistung der vorhandenen Daten interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Historischen Arbeitskreis in Wesel, Herrn Hermann Kleinholz, Drosselstrasse 13, 46487 Wesel .
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Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744 -1823

                 Das Taufregister der reformierten Gemeinde Krudenburg

 

Nunmehr folgen die Eintragungen in zeitlicher Folge.

Taufen und Geburten

 

1744 Jul 17       –     Anna Christina Heisterkamp, Tochter des Henrich Heisterkamp und der Anna, Grieth Heisterkamps, P: Derckvon Minden; Margrith Barummer; Cathrina Ribbemans.

1744 Aug 23     –      Johanna Maria Loeckes, Tochter des Johann Henrich Loeckes und der Margrieth Griesen. P: Henrich Schepersmann; Henrich Dülmen; Ihro Hochedelgb. die Frantzösische Richterin, wohnhaft in Obrighoven auf Corbins Gut Johann Maria Vernet geborene du Moulin; Jennecken Campermanns; Margretha Loeckes.

1745 Feb 21       –     habe meinen Sohn getauft: Johannes Jacobus Reit. P: Johannes Becker aus Wesel; Jacobus Mauritz; Anna Hertzbach.

1745 [fehlt]       –     Wanders Knüver, Sohn des Eberhard Knüver sonsten Loeckes genannt und der Anna Cathrina Knüvers. P;    Johann Henrich Mattens; Henrich Scheppere; Henrich op den Vossen Ey; Margrieth Loekes; Aeltjen Bruggemanns.

1745 Nov 14   –    Anna Maria Kampermann, Tochter des Arbo Kampermann und der Johanna Stratmanns, P: Henrich Brüggemann; Elscken Brüggemanns; Anna Maria Plister.

1745 Nov 19     –     auf dem Wittenberg Magdalena Gerharda Christina Keller, Tochter des Thomas Henrich Keller und Emilia         Elisabeth van Wylich. P: Adelheida Magdalena Keller in Duisburg; Herr Johann Gerhard Keller, Bürgermeister in Duisburg; Christina Maria Ising.

1746 Apr 22     –    zu Hünxe Hermannus Schürmann, Sohn des Wilhelm Schürmann und der Christina Müllers. P: Johann Henrich Gisberts; Sander Küper auf dem Peddenberg; Peter Schürmann und Cathrina Groten, beide aus Meiderich.

1746 Jul 10       –     Anna Gerdruth Elsebruck, Tochter des Johann Henrich Elsebruck im Bree im Amte Wesel und der Anna Catharina Elsebruck. P: Wilhelm Bongerts; Bernhardus Bisen; Hardewich Schaffers; Gerdruth Elsebruck; Hanna Weylers.

1747 Apr 11       x     ist dieses freiadelige Haus wiederum mit einem jungen Fraulein erfreuet worden, get. 24. Apr. Henriette Sophia Ottonette Caroline Dorothea Leopoldina von Strünkede P: Obrist Graf Carl Ludewich von Widt; Regierungsrat Carl Frh. von Willisen; Carl Sigismundt Frh. von Dornburg zu Husson; Wolfgang Ferdinandt Frh. von Dörnberg zu Hertzberg; Wessel Wyrich Frh. von und zu Bodelschwing; Hauptmann Frh. Johann Casimir von Rahden; Friderich Leopold Georg Frh. von Wartensleben, Obristleutnant in französischen Diensten; Graf Leopold Ferdinandt von Schwerin. Ermgard Mary Charlotte Henriette Freifr. von und zu Strünkede geb. Freiin von Quadt zu Wickradt; Frau Obristin Hermine Margarethe Freifr. von Quadt geb. Freiin von Wartensleben; Freifr. Sophia von Grappendorff geb. Freiin von Wylich zu Dirsforth; Frau Äbtissin zu Cleve Henriette Wilhelmine Freifr. von Wittenhorst Sonsfeldt; Frau Äbtissin von Frönnenberg Hermine Dorothea Freiin von Wylich zu Dirsfordt; Grafin Sophia Lowise von Donna; die älteste Fraulein Sophia Maria von Wylich zu Dirsfordt; Maria Dorothee Ottonette Eleonora Freiin von Dörnberg.

1747 Sep 16     x     get. 25. Sep, Sigismundus Theodorus Henricus Neuhaus, Sohn des hiesigen Predigers Theodorus Wilhelmus Neuhaus und der Sara Cathrina von Wylich P: Sigismundus von Strünkede, Freiherr zu Crudenburg; Theodorus Christianus Stephanus Ising in Loosen bei Hamminkeln, des Predigers Schwager; Johannes Hericus von Wylich, hoch bestellter Capitain bei der Republik Bremen, des Predigers Schwager; Judith Clara Anna Neuhaus, wohnhaft in Camen, des Predigers Frau Mutter; Amalia Elisabeth Kellers, des Predigers Schwagerin.

1747 Dez 21     –    auf dem Wittenberg bei Wesel Johann Henrich Keller, Sohn des Thomas Henr. Keller und der Amalia Elisabeth Keller geb. von Wylich. P: Hofrat und Professor Dames Theodorus Christianus Stephanus Ising; Sara Catharina Neuhaus, des Predigers Frau; Rebecca Lucia von Wylich geb. Tielemans von Schenck.

1748 Feb 15     –     Johann Henrich Loeckes, Sohn des Johann Henrich Loeckes und der Margarit Griesemanns, P: Johann Henrich Bruckmann; Henrich auf dem Vossen-Ey; Hermann Höffkes; Sara Catharina Neuhaus geb. von Wylich; Petronella Griesen.

1748 Mär 10     –      Elisabeth Elsebruck, Tochter des Johann Henrich Elsebruck und der Anna Catharina Clamers, P: Diederich Elsebruck; Margrith Stratmanns; Aletta Clamers.

1748 Mai 7         x     getauft 24. Mai, ist dieses freiherrliche Haus Crudenburg abermal mit einem jungen Herrn erfreuet worden Ludowicus Fridericus Sigismundus Carolus von Strünkede. P: Graf von Gronsfeld Diepenbruch, Geheimrat von Prinz von Oranjen; der holländische Gesandte am Berlinschen Hof Graf von Gronsfeld Diepenbruch; Kaiserlicher Obrister Freiherr von Schonech zu Ambtitz; Generaladjudant und Obrister Freiherr von Wylich zu Diersfordt; Landrat Freiherr von der Goltz zu Mittelfeldt; Frau Generaltn Freifrau von der Goltz geb. Freifrau von Bouen; Freifrau von Bodelschwing zu Bodelschwing geb. Freiin Voigt von Eise; Freifrau von Seckendorff geb. Gräfin von Gronsfeld Diepenbruck; Freifrau von Rahden geb. Fraiin von Schonech zu Ambitz; Freifräulein Charlotte Quadt von Wyckradt, Charonesse zu Freundenberg; Freifräulein Lowise Quadt und Huchtenbruck zu Gartrop, Charonesse zu Obrendorff;

1749 Feb 20     –     Maria Elisabeth Bayer, Tochter des Christoph Bayer, Gärtner bei dem Freiherrn von Crudenburg. P: Freiherr von Crudenburg, an dessen Stelle Kammerdiener Friederich Eck; Freifraulein von Strünkede, Stellvertreterin derselben Kammerjungfer Fischers; Friedrich Kruse, der Fährmann althier; Elisabeth Dueks, die Küchenmagd auf den Hause Crudenburg.

1750 Apr 6       –      Anna Elisabeth Plister, Tochter des Johann Henrich Plister und der Margaretha Malbergs. P: Frau Doktor Kämpken; Jungfer Wylich aus Wesel; Elisabeth Clamers; Henrich Stratmann sonst genannt Malberg.

1750 Apr 26     –      Jennecken Elsebruch, Tochter des Johann Henrich Elsebruch und Anna Catharina Clamers. P: Hermann Clamer; Bernhardus Daalmann; Lehna Liesabeth Elsebruch; Ennecken Elsebruchs.

1750 Mai 10     x –  gegen Abend hat Gott diesem adei. Haus Crudenburg und die freiherrl. Familie von Strünkede abermalen mit einer jungen Freifräulein erfreuet, get. 23. Mai Caroline Amelie Sophie Louise von Strünkede genannt. P: [fehlen]

1751 Jan 17     –      in Bucholt-Welm Johann Derck Storm, Sohn des Johann Storm, Bauerbott in Welm [Rest fehlt]

1751 Apr 13      –     Johann Henrich Bongart, Sohn des Wilhelm Bongart. P; Henrich Unterberg; Henrich Goldschmit; Bernd Dunkers; Elisabeth Clamers; Aletta Elsebruch.

1751 Aug 31     –      auf dem Wittenberg bei Wesel Henrich Adolph Friedrich Aschoff, Sohn des N. Aschoff, Königl. Preuss. Regimentsquartiermeister Hautcharmois Inf. Regiment, und Helena Hartmanns. P: Prediger Aschoff von Weess, des Vaters Bruder; Prediger Schwartz von Sonsbeck; die Frau Prediger Aschoff.

1754 Jun 20       x     ist das freiadelige Haus mit einem jungen Fräulein erfreuet worden, get. 2.7. durch den Prediger Frenz zu Brünen allhier getauft worden Eleonore Sophie Johanne de Vietor, Tochter des Kriegsrats J. H. de Vietor, und die gnädige Frau. P: Phillip Heidenreich, Johann Wilhelm Major von Vaers; Präsident Abraham von Kuinen; Johann Peter von Forei; Geheimrat zu Cleve Johann Georg Vietor, der Großvater; Johanne von Kuinen, Präsidentin zu Cleve; Ida Christina Amelia Eleonora Frau von Vaers geb. Freifraulein von der Marck; Sophie Hendriette, Frau von Keller, geb. von Schaden; Johanne Frau Geheimrat von Forell zu Cleve.

1755 Jun 15       –     Wilhelmina Hendrietha Gerdrütha Elisabetha Santherina Bayer, Tochter des Christoph Bayer, Gärtner bei Excellenz Freifrau von Crudenburg. P; Otto Henrich Aschoff, Königl. preuss. Regimentsquartiermeister nebst Gemalin Gerdrutha von Aschoff; Excellenz Wilhelmina Freifrau von Crudenburg; Johann Wilhelm Wink; Sanderina Bondroths; Anna Elisabeth Stehmanns.

1755 Jul 27       –      Jann Derck Klamer gnt. Scholtefinkel und Aenneken Gerlings, P: Johann Henrich Breer; Wilhelm Hübers; Bernhardus Meis; Margrith Klomers; Catharina Schümmels,Wwe.

1755 Aug 10     x    ist dieses freiherrliche Haus mit einem jungen Herrn erfreuet worden, get. 19. Aug, Friedrich Ferdinand Johann Otto Vietor, Sohn des Johann Vietor, preussischer Kriegs- und Domaninenrat, und Freifrau geb von Heiden. P: Friedrich Graf von Bieland, zeitlicher Capitain vom preussischen Junkheimischen Regiment; Wolfgang Ferdinand von Doehrenberg, Kammerherr des Landgrafen von Hessen-Kassel; Otto Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister unter dem Hautcharmoischen Inf. Regiment.

1755 Aug 22     –     auf dem Haus Wittenberg bei Wesel Charlotte Wilhelmine Anne Catherine Aschoff, Tochter des Otto Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister unter dem Hautcharmoischen Inf. Regiment, und Helena Hartmanns. P: Johann Vietor, preuss. Kriegs- und Domainenrat; nebst Gemahlin Charlotta Wilhelmina geb. Freiin von Heiden, an deren Stelle die älteste Fraulein dieses freiadeligen Hauses Crudenburg; Anna Catharina Lautz aus Wesel.

1755 Okt 14     –     Elisabeth Charlotta Schmitz, Tochter des Jann Derck Schmitz und der Oeljen Bruckmanns. P: Freifräulein Charlotha von Strünkede, an deren Stelle die Kammerjungfer von der Wonne; Freifräulein Elisabeth Voss, an deren Stelle die Küchenmagd Eickmanns; Jann Hermen Teldkamp.

1756 Feb 15     –      Wilhelmina Scharlotta Anna Gerdruth Siberg, Tochter des Hermann Siberg und der Johanna Scharlotta Steinmann. P: Jann Derck von Brehmer; Bernhardus Busmann; Freifraulein Schalotta von Strünkede; Elisabeth Steinmanns; Anna Gerdruth Wertte. (Eigene Ahnenreihe)

1756 Apr 4       –      Carl Wilhelmus Henricus Jacobus Grote, Sohn des Georg Grote und der Luisa Fiscers. P: Jann Wilhelm Dickmann; Wilhelmus Holtzstein; Jacobus Nonenckhofen; Sandrina Bonrots; Scharlhotta Wilhelmina Freifräulein von Strünkede, an deren Stelle deren Hausmädchen Elisabeth Steinmanns.

1756 Jun 8         –     Margaretha Wilhelmina Loeckens, Tochter des Henrich Loeckens und der Margarith Loeckens. P: Gerreth Plistermann; Fritz Pettenberg; Wilhelmina Mfrau von Voss; Margareth Brügmanns; Elisabeth Boss.

1756 Sep 26     –     auf Scholtefinkel Maria Elisabeth Clamer gnt. Scholtefinkel, und der Janeken Gerlings. P: Henrich Gerling; Johann Dickmann; Anna Elsiabeth Rupuss; Jäneken Hübers; Öltjen Clomers.

1756 Nov 21     –      Anna Gedruth Elsebruch, Tochter des Johann Henrich Elsebruch und der Anna Catharina Clomers. P; Henrich Kling; Johann Bilau; Aeneken Junkers; Aeltjen Elsebruch; Aenneken Scholtefinkel gnt. Clomers.

1756 Nov 27     x     ist dieses freiadelige Haus abermal mit einem jungen Herrn erfreuet worden, get. 6.12.1756 Johann Fridrich Carl Ludowig Vietor, Sohn des Johann Vietor, preuss. Kriegsrat, und der Freiin von Heiden. P; Oberst Johann Christian von Conrady; Präsident Johann Peter von Rasfeldt; Major Johann Philip Conrad von Vaers; Capitain Carl von Bredau; Mefrau Äbtissin Luisa Fräulein von Siberg (Eigene Ahnenreihe); Friderika Fräulein von Junkheim; Johanna Benjamina Frau Kriegsrätin Hannes.

1757 Jul 24       –     Hermanus Johannes Jacobus Janis, Sohn des Joh. Jacob Janis, Jäger dieses freiadehgen Hauses, und der Gerdruth Elisabeth Campe. P: Hermanus Henrich Siberg (Eigene Ahnenreihe); Bernardina Wilbahn; Anna Marg. Kremers.

1757 Sep 25     –      Jacob Benjamin Plistermann, Sohn des Johann Henrich Plistermann und der Maria Malbergs. P: Richter Benjamin Wurm; Licentiat Jacob Everhard Kempken; Hermann Brentjes; Hermen Budendick; Josinna Bruckmanns; Öltgen Plistermanns.

1758 Mär 5       –     Eisken Schmidt, Tochter des Joh. Derck Schmidt und Öltgen Bruckmanns: P; Gert Plistermann; Henrich Bruckmann; Henrich Knüver; Jänken Schmidt; Mariken Schmidt; Aeneken Loeckens; Gerdruth Kupers.

1758 Sep 17     –     Henrich Klamer gnt Scholtefinkel, Sohn des Henrich Klomer gnt Scholtefinkel und Jänecken Gerlings. P: Hermanus Clomer; Gert von Bremen; Boet Gerlings.

1758 Nov 5       –     Anna Gerdruth Elsebruck, Tochter des Jann Henrich Elsebruck und der Catharina Elsebruck. P: Johann Krebbe; Jann Derck Clamer; Oeltjen ßrentjes; Mechel Clamers.

1758 Okt 28     x    ist dieses freiadelige Haus mit einem jungen Fräulein erfreuet worden, get. 6. Nov., Wilhelmina Susanna Louisa Friderica Vietor, Tochter des Johann Vietor, preuss. Kriegsrat, und der Freiin von Heiden. P: Freifrau Wilhelmina Francisca von Westerholdt; Frau Äbtissin Genovica Sybilla Louisa Lucretia Freiin von Siberg (Eigene Ahnenreihe); Susanna Frau von Rasfeldt; Geheime Regierungsrat von Diest; Landrat Eisner.

1758 Nov 8       –      Anna Sybilla Hendrietta Berndina Syberg, Tochter des Hermann Syberg und der Johanna Steinmanns. P: Henrich Syberg; Aenneken Wortelkamp; Berndina Wilbahn. (Eigene Ahnenreihe)

1760 Jan 22     –      Chrislina Kampermann, Tochter des Derck Kampermann und der Oeltjen Brückmanns. P: Gert Brückmann; Paul Peddenberg; Christina Loeckens; Mariken Plisters; Gerdrüth Schanzen.

1760 Jun 8         –     Hermanus Vinckel, Sohn des Henrich Vinckel und der Jenniken Gerlings. P: Derck Charis; Sander Diekmann; Hendrich Underberg; Enneken Vinckel; Gerdruth Gerlings.

1760 Sep 3       –      Charlotta Christina Johanna Bernhardina Catharina Bayer, Tochter des Christoph Bayer, Gärtner bei der hiesigen gnadigen Herrschaft. P: Kriegsrat von Vietor; Freifraulein von Syberg zu Werde (Eigene Ahnenreihe); Freifraulein Charlotta von Strünkede, Stiftsfräiilftin von Redbus

1761 Mär 26     x    ist dieses freiadelige Haus Crudenburg abermal mit einem jungen Herrn erfreuet worden, get. 7. Apr., Friderich George Ferdinand Carl Wilhelm Henrich Vietor, Sohn des Johann Vietor, preuss. Kriegs- und Domainenrat, und der Freiin von Heiden.

1761 Dez 7       –      auf dem Wittenberg Charlotta Henrietha Friderica Wilhelmina Aschoff, Tochter des O. Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister, und Helena Hartmanns. P: Friderich Wilhelm von Hackefeld und seine Gemahlin; Kriegsrat Carl Konchim Krusemarck; Fraulein Sophia Charlotta Louise Henrietha von Strünkede; Henrietha Dilliana Egelins aus Wesel.

1762 Jan 3       –      auf dem Bree Hanna Elisabeth Elsebruck, Tochter des Johann HenrichElsebruck und der Catharina Elsebruck. P: Gerhardus Elsebruck; Gerth. Brentjes; Hanna Willars; Hanna Krüners; Anna Sybilla Heslings.

1762 Jan 31     –      Bernhardus Vinkel, Sohn des Henrich Vinkel und der Jenneken Gerlings. P: Gerth. Brendjes; Derck Scepers; Henrich Meissen; Anna Elisabeth Bernings; Enneken Jonkers.

1762 Mai 31     –      Enneken Brüchmann, Tochter des Jann Henrich Brüchmann und der Christina Plisters, cath. R. , P: Derck Kampermann; Derck Westerhus; Margarith Loeckens; Mariken Plisters.

1762 Jun 13       –     Stineken Plistermanns, Tochter des Knelles Plistermanns und Josineken Brückmanns. P: Jann Henrich Plistermann; Derck Westerhus; Gerth Brückmann; Anacatrina Knüver; Christina Loeckens; Öltjen Bruckmanns:

1763 Jan 2       –      Jann Gerth Plistermann, Sohn des Jon. Henrich Plistermann und der Catharina Maria Plistermanns. P: Gerth Brückmann; Jacobus Loecken; Derck Budendick; Maria Plistermanns; Christina Brückmanns; Mechelt ….[fehlt]

1763 Jan 31     –      hier in Crudenburg Zwillinge Johannes Jacobus Castein und Hermannes Castein, Söhne des Johannes Castein und der Anacatrina Castein. P. Jacobus Nönekhofen; Thomas Tinmann; Hermen Scolt zu Drevenack; Johann Tenberg; Henrich Wilm Schumacher; Catharina Elisabeth, des Scolten zu Drevenack; Anna Catharina Tenberg.

1763 Apr 15     –      Jann Derck Berckmann, Sotin des Jann Henrich Berckmann und der Catharina Lohmanns, beide lutherisch, P: Jann Derck Berckmann; Henrich Bonradt; Margarith Loeckens.

1763 Aug 14     –     Öltjen Langenhorst, Tochter des Derck Langenhorst. Schafer auf dem Schwarzenstein, und der Grith Heiders. P: Arndt Langerhorst; Jäneken Bosmanns; Grith Böskes.

1763 Sep 25     –     Stineken Kampermann, Tochter des Derck Kampermann und der Öltjen Brückmann. P: Henrich Loeckens; Knelles Plistermann; Catharina Lohmanns; Gerdrüth Scepers; Mariken Plisters.

1763 Okt 23       –     Eisgen Brückmann, Tochter des Henrich Brückmann und der Christin Plisters. P: Henrich Plistermann; Gerth Brückmann; Henrich Seepermann; Margarith Butendicks; Margarith Reginiters; Christina Loherbergs.

1763 Nov 11     –    auf dem Hause Wittenberg Friderich Wilhelm Theodor Aschoff, Sohn des O. H. Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister, und der Helena Hartmanns. P: Generalmajor Friderich Wilhelm von Mosell; Geheimrat Joh von Forell in Cleve; Joh. Mathias Aschoff in Amsterdam; Joh. Theod. Engels in Xanten.

1764 Jul 22       –      Bernhardus Clammer gnt Scholtefinkel, Sohn des Henrich Clamer gnt Scholtefinkel und der Jäneken Gerlings. P: Jan Kuiper aus Brünen; Jann Derck Elsebruck; Ancebell Hesselins.

1764 Sep 1       –     Anna Gedrü Syberg, Tochter des Johann Syberg und der N. Stenmann. P: Hermen Hemsteg; Enneken Syberg; Anna Gerdrü Stenmanns. (Eigene Ahnenreihe)

1765 Apr 14     –      in Obrighoven Enneken Plistermann, Tochter des Jann Henrich Plistermann und der Mari Plistermann. P: Johann Christian Ebert, Chirurgus unter preuss. Militär; Derck Peddenberg; Mariken Loekens.

1765 Apr 27      –     in Crudenburg Johann Christian Castein, Sohn des Johann Conrad Castein und der Annacathrina Dülmanns. P; Joh. Diederich Dolmann; Gradus Riesse; Friderich Eimann; Margartth Loeckens; Elisabeth Schölten.

1765 Apr 28     –      in Crudenburg Jann Hermen Langenhorst, Sohn des Derck Langenhorst, Schäfer auf dem Schwanzenstein, und der Gritgen Heiders, P: Jann Vieitjes; Grades Brincks; Frau Weiss, wohnhaft auf dem Schwarzenstein.

1765 Jul 25      –      auf dem Wittenberg Henrich Albert Stratmann, Sohn des Johann Stratmann, Knecht des Herrn Aschoff, und der Mechel Banefeld. P: O. H. Aschoff, Albert Höfkes.(Eigene Ahnenreihe)

1765 Nov 6       x     get. 26. Nov. auf dem Wittenberg Louise Maria Anna Michildis Aschoff, Tochter des O. H. Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister, und Helena Hartmanns. P: D. L Neuhaus auf Aaperfort; Fräulein Maria Anna Strunkede aus Crudenburg; Mad. v. der Upwich in s’Herenberg; Frau Aschoff in Bielefeld; A. M. Aschoff in Weese.

1766 Jan 12     –      Enneken Plistermann, Tochter des Knelles Plistermann und derGrietgen Brückmanns. P: Derck Peddenberg; Henrich Lohmann; Henrich Brückmann; Margarith Loeckens; Margarith Brückmanns; Marg. Plisters; Mariken Plisters.

1766 Jan 12       x     Johann Gerhard Diederich Terstegen, get. 26.1. im hiesigen Predigerhaus von Herrn Bertram, Prediger zu Gartrop, Sohn des Predigers Johannes Leonardus Terstegen und der Antonetta Catharina Stirn. P: Johann Vietor, Kriegs- und Domainenrat, und seine Gemalin Charlotha Wilhelmina geb. Freiin von Heiden; das älteste Stiftfraulein Sophia Charlotha Louisa Henrietha von Strunkede; Oberamtmann Johann Gerhard Weinhagen; Friderich Wilhelm Stirn; der Prediger zu Gartrop Diederich Michel Bertrum; Christina Osthoff, die Schwester des Predigers, wohnhaft in Wesel; Amelia Schneltgen, die Nichte des Predigers, wohnhaft zu Köln.

1766 Mar 13     –      Enneken Brückmann, Tochter des Henrich Brückmann und der Christin Plisters. P; Thomas Heselmann; Hermann Westerhus; Friderich Peddenberg; Enneken Loeckens; Mariken Plisters; Jesineken Brückmanns.

1766 Mai 11    –      Gerdin Scholl zu Vinkel, Tochter des Henrich Scholt zu Vinkel und der Jänneken Gerlings. P: Jann Derck Clamer; Margarith Schlorhorst; Eisken Elsebruck.

1766 Mai 29       –     in Obrighoven Anna Margarith Peddenberg, Tochter des Paul Peddenberg und der Mariken Loeckens. P: Hermen Underberg; Gerth Plistermann; Jacobus Loeckens; Margarith Regniters Enneken Aptekers; Eisken Brüchmanns.

1766 Jun 1       –     Anna Maria Christina Hinsen, Tochter des Ludewig Hinsen und der Catharina Schleumer, in Crudenburg wohnhaft. P: Rudolph; Christina Bonrodts; Anna Rudolphs.

1766 Okt 12      –     alhier in Crudenburg Louvisa Wilhelmine Henriette Anna Sophia Krus, Tochter des Thomas Krus und der Catharina Elisabeth Krus. P: die gnädige Frau von Crudenburg; Albert Netelbos; Derck H. Krämer; Anna Rulophs; Elisabeth Steinmann.

1767 Mai 5       x    auf dem Wittenberg, get. 19. Jun. Constantin Johann Zacharias Aschoff, Sohndes O. H. Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister, und der Helena Hartmanns. P: Generalmajor und Kommandant von Salomon; der Präsident in Jevern von Cappelmann; Kriegsrat Vietor; Fräulein Mar. Anna von Strünkede.

1767 Aug 9       –     in Crudenburg Gesken Langenhorst, Tochter des Derck Langenhorst, wohnhaft auf dem Schwarzenstein, und der Grith Langenhorst, P; Arndt Langenhorst; Henrich Schwein; Margaritha Wass; Anna Elisabeth Langenhorst.

1767 Dez 13     x      Sophia Maria Anna Sigismunda Tersteegen, get. 28. Dez. im Predigerhaus durch den Prediger zu Gartrop Bertram, Tochter des Predigers Joh. Leonardus Terstegen und der Antonetta Catharina Stirn, P. Freiherr Baron Ludovicus Fridericus Sigismundus Carolus von Strünkede; Freifraulein Mariane Florentine Amalia Carolina Wilhelmina von Strünkede; J. H. Wintgens, ref. Prediger zu Wesel; Johann Barle, ref. Prediger zu Hiesfeld; meine Schwiegermutter Sophia Catharina Stirn geb. Senger in Hamm; meine Schwester Anna Susanna Gerdrüth Peters geb. Terstegen in Duisburg; die Juffer Nichte Sara Maria Jorissen geb. Osthoff in Wesel; Juffer Nichte Christina Elisabeth Osthoff in Wesel; Frau Anna Weiss geb. Losen aufm Schwarzenstein.

1768 Jan 24      –     in Obrighoven Margarith Bruckmann, Tochter des Henrich Bruckmann und der Christin Plisters. P: Henrich Loeckens; Johann Christian Ebert, CMirurgus unter preuss. Militz; Knelles Plistermann; Öltjen Kampermann; Mariken Peddenberg; Eisken Spickermann.

1768 Mär 2       –     in Obrighoven Anna Eisken Plistermann, Tochter des Knelles Plistermann und der Gerinken Brückmanns. P: Henrich Epickermann; Derck Kampermann; Hermanes Westerhus; Enneken Barnefels (Eigene Ahnenreihe); Ennecken Loeckens; Christin Püsters; Mari Plisters.

1768 Mai 8       –     in Obrighoven Anna Margarith Kruse, Tochter des Friderich Kruse und der Christin Kelwins, wohnhaft in Drevenack bei Höfgen als Schafer. P: Thomas Kelwins; Gradus Junkermann; Margarith Kelwins; öltgen Höffgen; Meggel Holtmanns.

1768 Sep 11     –     Anna Meggelt Clamer gnt Scholtefinkel, Tochter des H. Clamer gnt Scholtefinkel und der Jenneken Gerlings. P: Jon. Henrich Schepers; Margarith Bomkamps; Tringen Klins.

1768 Nov 6       –     in Crudenburg Antonetta Mechela Hinsen, Tochter des Ludewig Hinsen und der Catharina Schleumer, in Crudenburg wohnhaft. P: Derck Holtmann; Antonetta Catharina Terstegen geb. Stirn; die Predigersfrau Mechel Blensen geb. Richter.

1768 Dez 17     x     auf dem Wittenberg, get. 19.1.1769, Wilhelmina Christiana Antonetta Aschoff, Tochter des O. H. Aschoff, preuss. Regimentsquartiermeister, und der Helena Hartmanns P: Charlotha Wilhelmina geb. Freifrau von Heiden verehelichte Kriegsrat Vietor, Erbfrau auf Crudenburg; Johann Christian Ewigh, Kaufmann in Wesel; Maria Johanna Antonetta Ewighs, des vorigen Schwester.

1769 Apr 23       –     Jann Henrich Peddenberg, Sohn des Paul Peddenberg und der Mariken Loeckens, aus Obrighoven. P: Hermen Stratmann; Henrich Loeckens; Gerth Dolmen; Maria Plistermanns; Eisken Clos.

1769 Okt 1       –      Derck Langenhorst, Sohn des Derck Langenhorst, Schäfer auf dem Schwarzenstein, und derGretgen Heiders. P: Henrich Hasselmann; Wessel Pasmann; Gerdin Brinx.

1770 Jan 28      –     in Coidenburg Jann Derck Clamer gnt Scholtefinkel, Sohn des Derck Clamer gnt. Scholtefinkel und der Ancebil! Hesselings, wohnhaft in Drevenack. P: Jann Kühnen aus Drevenack; Johann Elsebruck; Johannes Hemsteg aus Drevenack; Enneken Bräntjes; Eisken Kolckmanns. Durch diese Taufe ist wiederum die uralte Gerechtigkeit, welche hiesiger Pastorat wegen der Kindertaufe gehabt und lange Zeit mit dem lutherischen Prediger zu Drevenack gestritten, beibehalten.

1770 Feb 4     –      in Obrighoven Maria Angela Brückmann, Tochter des J. Henrich Brückmann und der Christin Plisters. P: Conrad Lorberg; H. Loekens; Hermen Krankenberg; Maria Angela Severin; Enneken Brückmann; Hendrina Springendahl.

1770 Jan 22      x     auf dem Wittenberg und dort den 23. Feb. getauft Carl Johann Christian Peter Aschoff, Sohn des preuss. Regimentsquartiermeisters O. H. Aschoff und der Helena Maria Gerdrüth Hartmanns. P: Carl Adolph Freiherr von Palland, in dessen Abwesenheit der Kriegsrat Vietor; Doktor Richter in Schermbeck; Advocat Johann Pagenstecher; Henrich Christian Ewigh, Kaufmann in Wesel; Peter Colomb, Geheimer Finanzrat in Berlin.

1770 Mär 9       –      in Crudenburg Anna Gerdrü Krus, Tochter des Thomas Krus und der Catharina Elisabeth Krus. P- Anton Krebers; Anna Gerdrü Eimanns; Anna Gerdrü Börskers.

1770 Aug 5     –     Gerhard Höpken, Sohn des Albert Höpken und der Jenneken Holoh, wohnhaft im Dorfe Drevenack. P: Jann Neuenhus; Gradus Eimer; Maas Hohloh; Margarith Bugmann; Margarith Höpkes.  (Direkte Vorfahren meiner Ehefrau)

1770 Nov 28     x    getauft im hiesigen Pastorat 6. Dez. durch den Prediger zu Gartrop Bertram, Margaretha Charlotta Amelia Terstegen, Tochter des Johannes Leonardus Terstegen und der Antonetta Catharina Stirn. P: Schuchard, ref. Prediger in Cleve; Jacob Jorissen, Kaufmann zu Wesel; Christina Margaretha Schneiders, die Predigersfrau zu Wesel geb. Loers; Margaretha WNhelmina Stirn, meiner Frau Tante in Hamm; Francina Charlotta Wintgens, die Predigersfrau zu Wesel; Mademoiselle Amelia Wilhelmina Stirn, meiner Frauen Schwester.

1771 Feb 3       –     Maria Margarith Elisabeth Plistermann, Tochter des Knelles Plistermann und der Jesincken Brückmanns. P: Christian Henrich Wolter Severin; Jürgen Buddendick; Hermen Krankenberg; Elisabeth Capell; Eisken Spikermanns; Margarith Plisters.

1771 Feb 10    –      Elletta Margarith Krusen, Tochter des Friderich Krusen, wohnhaft bei Höffgen als Schäfer im Amte Drevenack, und der Christina Kelwing. P: Joh. Henrich Höffgen; Öltjen Tiemanns; Margarith Syberg (Eigene Ahnenreihe).

1771 Jul 21        –     Gerhardus Höpken, Sohn des Albert Höpken und der Jenneken Hohlo, wohnhaft im Dorfe Drevenack- P: Gerhard Scoltewalck; Derck Hübbing; H. Sondermann; Maria Margaretha Becker; Öltjen Langenfort.  (Eigene Ahnenreihe)

1771 Aug 25     –     in Crudenburg Catharina Elisabeth Siberg, Tochter des Hermann Siberg und der Johanna Stemanns. P: Alexander van Bremen; Antonetta Catharina Terstegen geb. Stirn; die Predigersfrau Wilhelmina Siberg.                                                                                                                                      (Eigene Ahnenreihe)

1772 Feb 15    x    etauft am 26. März auf dem Wittenberg, Wilhelmina Elisabeth Johanna Aschoff, Tochter des preuss. Regimentsquartiermeisters O. H. Aschoff und der Helena Maria Gerdrüth Hartmanns. P: Johann Lautz; Frau Wilhelmine Elisabeth Maria Lautzen geb. Neuhaus; Jungfer Johanna Aschoffen, Tochter des Predigers in Weese T. M. Aschoff.

1772 Jun 14    –      in Crudenburg, Anna Maria Catharina Peddenberg, Tochter des Paul Peddenberg und der Anna Maria Loekens. P: Henrich Stratmann; Hermen Swack; Friderich Peddenberg; Anna Margaretha Loekens; Heiken Clos; Lisabeth Kirten; Anna Meggel Sipenkamp.

1772 Jun 14      –     in Crudenburg Anna Christina Elisabeth Brügmann, Tochter des Henrich Brügmann und der Christin Pfisters. P: Christian Severin; Johannes Krenck; Jörgen Schlafes; Anna Clos; Anna Gerdruth Cörters; Elisabeth Camfermanns.

1773 Jan 28    x    getauft 10. Feb. Petrus Conradus Testegen, Sohn des hiesigen Predigers Joh. Leonardus Terstegen und der Antonetta Catharina Stirn. P; Peter Schneltgen, Kaufmann in Köln; Peter Osthoff, Kaufmann in Wesel; Conrad Anton Stirn; Johann Bernhard Oreswien, Rentmeister zu Gartrop; Juffer Philippina Christiana Stirn; Gert Plistermann, Ältester; H. Brügmann, Diakon; Frau Grate, Frau Loekens.

1773 Mai 7       –      in Obrighoven Gerth Christian Plistermann, Sohn des Cornelius Plistermann und der Jesineken Brügmanns. P: Conrad Loerberg aus Lackhausen; Henrich Loekens; Wander Knüver; Gerdrüth Plistermanns gnt Küsters; Lisabeth Campermanns; Angela Severin.

 

 

Zeichenerklärung:

X            geboren

–            getauft

 

Quellen:

1. Historischer Arbeiskreis Wesel

Sterberegister Krudenburg 1744 . . .

Vorwort:

Die nachfolgend aufgeführten Eintragungen aus den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel wurden bewußt nur auszugsweise abgebildet. Sollten Sie an einer vollständigen Auflistung der vorhandenen Daten interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Historischen Arbeitskreis in Wesel, Herrn Hermann Kleinholz, Drosselstrasse 13, 46487 Wesel .
Sie können einige dieser Publikationen auch direkt in der Buchhandlung Korn an der Brückstraße 13 in 46483 in Wesel, www.buchhandlung-korn.de erwerben.

Fragen Sie einfach nach den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel.

 

Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744 -1823

Register derer welche in dieser Gemeinde gestorben sind.

 

1744 Mai         +    die Bongards Frau zu Bree.

1744 Feb       +    Gerdruth Wittenschläger zu Hünxe.

1747 Jan 19     +   Baron Sigismundus von Strünkede nach einer langwierigen Krankheit, alt im 5. Jahr.

1749 Okt 9       +     des Predigers Sohn Sigismundus Theodorus Henricus Neuhaus.

1749 Feb 21     +    Anna Scheibbers, Witwe in Hünxe, alt 66 Jahre, = 24.2. in Hünxe.

1749 Apr 4       +    wurde durch einen sanften und sei. Tod zur Ewigkeit abgefordert Maria Johanna Reichsfreiin von Strünkede, Erbin zum Berg, älteste Schwester des Gerichts und  Patronsherrn. Geboren 22.7.1693, daher 55 Jahre 8 Monate und ungefähr 3 Wochen. Der entseelte Körper wurde den 11ten eiusdem des Abends bei Fackeln zu Hünxe beigesetzt. Ehe aber solches geschehen, habe ich auf Befehl des Gnd. Herrn in der Schlosskirche bei Lichtern und unter einem Zulaufs vielen Volks eine Standrede gehalten.

1749 Sep 11 war der höchstbetrübte Tag, an welchem Ihro Hochwürd-Hochwohlgeboren Gnd. Herr Sigismund Freiherr von Strünkede, Gerichtsherr zu Crudenburg und Hünxe,  Freiherr von Bach, Zonsbruch und Landforth, des weltberühmten Johanniter Ordens auf Maltha geschlagenen und auf die Commenderey Lietzen und Wittersheim expectionirten Ritters Sr. Knöigl,. Majestät in Preussen Hochverdienter Clev – und Märkischer Geheimer Regierungsrat, unser teurer Patron, morgens um halb 4 Uhr auf dem Hochadel. Hause Strünkede nicht ohne grosses Leidwesen der hochbetrübten Frau Wittwen, Kindern, Anverwandten und allen getreuen Diener und Untertanen der Hoffnung nach seelig im Herrn entschlafen und diese Zeit mit der Ewigkeit verwechselte, der entseelte Körper wurde den 2. eiusdem von Strünkede nach Crudenburg geführet und den 20. eiusdem abends um 9 Uhr mit allen Ceremonien nach Hünxe in das Erbbegräbnüs zur Ruhe gebracht. Ehe aber solches geschähe, habe ich auf Ordre der gnd. Frau diesem meinen ged. Herrn in der Schlosskirche allhier unter einer grossen Menge Volks zu seinem Nachrufe eine Stand- und den 21ten darauf aber eine ordentliche Leichenpredigt gehalten aus Prov. XI Vs. 8. Die Kirchentafel war mit schwarzen Laken behangen a 7 Ellen. Seine Tage hat er gebracht auf 45 Jahre 8 Woche, die der Ehe aber hat er gelebt 10 Jahre und 7 Monate.

1755 Nov 29     +     der junge Herr dieses freiadeligen Hauses Friderich Ferdinand Johann Otto Vietor, = 2. Dez. des abends bei Latenen in Hünxe in der Kirche.

1756 Jan 20     +     Anna Gedruth Assbeck Witwe in Crudenburg, = 21. Jan. zu Hünxe, 78 Jahre.

1756 Apr 8       +     N. Asschoff, Sohn des Regimentsquartiermeister Asschoff auf dem Weissenberg, = zu Drevenack, alt 2 1/4 Jahre.

1756 Dez 21     +    der junge Herr Johann Friederich Carl Ludowich de Vietor, = 23. Dez. zu Hünxe in der Kirche, alt 3 Woche, 3 Tage.

1757 Okt 17     +     Wilhelmus Schürmann zu Hünxe, Ältester und Vorsteher hiesiger Gemeinde, alt 45 Jahre, = 20. Okt. zu Hünxe.

1758 Apr 1       +    Maria Loekens, = zu Drevenack.

1758 Jul 1       +     Eberhard Knüver, Ältester und Vorsteher hiesiger Gemeinde, = zu Drevenack.

 

Zeichenerklärung:

+          gestorben

=          beerdigt

 

 

Quellen:

1. Historischer Arbeiskreis Wesel

 

Gedenken der Opfer vom 11.09.1944

Eine Mahnung für die Zukunft

 

In Drevenack wird am Samstag ein Gedenkstein enthüllt – die Nazis erhängten im September 1944 an der alten Landstraße zwei geflohene Kriegsgefangene und acht Zwangsarbeiter.

Es gibt einen Gedenkstein im Drevenacker Bauernwald. Er erinnert an den Landwirt und Jäger Heinrich Schüring, der 1944 hier ermordet wurde. Am Samstag, 27. September, werden Bürgermeister Hermann Hansen, Pfarrer Helmut Joppien und der Initiator, Hans-Peter Weis, ein weiteres Mahnmal enthüllen. Denn es starben mehr Menschen in diesem für das Dorf dunkelsten Kriegsjahr einen gewaltsamen Tod im Drevenacker Wald. An ihr Schicksal soll erinnert werden.

Viele der älteren Generation werden den 11. September 1944 immer im Gedächtnis behalten. Zwei russische Kriegsgefangene und acht Zwangsarbeiter, darunter zwei ukrainische Mädchen, wurden von den Nazis an der alten Landstraße Damm-Drevenack gehenkt, wegen Mordes an Bauer Schüring. Wer von ihnen überhaupt daran beteiligt war, ist heute unklar, den Nazis war es egal. Sie wollten ein Exempel statuieren. Es war eine Zeit, in der es nur Verlierer gab. Schulklassenweise wurden die Kinder zur Hinrichtung gebracht, um zuzusehen.

Zum Unrecht stehen

Der Drevenacker Hans-Peter Weis (58) ist vor rund zehn Jahren auf die Geschichte gestoßen, die ihm keine Ruhe mehr ließ. 1961, in der Zeit des Kalten Krieges, hatte die NRZ den Ereignissen des Jahres 1944 eine Serie gewidmet, mit dem Titel „Die Helden kamen jede Nacht“ (siehe Box).

„Das müsste man publik machen, war mein erster Gedanke“, erinnert sich Hans-Peter Weis . „Das war Unrecht und zu diesem Unrecht sollte man auch stehen, spätestens nach 70 Jahren.“ Viele wissen noch, was geschehen ist. Sie sprechen nicht darüber. Weis findet das falsch und hat in Bürgermeister Hermann Hansen einen Mitstreiter gefunden. „Ich will niemanden an den Pranger stellen, auch keine Verstorbenen“, sagt er. Das Gewaltregime sei Schuld gewesen und man müsse an alle Opfer erinnern, nicht nur an den armen Mann, der im Wald zu Tode gekommen ist. Weis geht es nicht um Geschichte allein. „Es geht darum zu mahnen, nie mehr Gewaltherrschaft zuzulassen.“

Bürgermeister Hansen sieht das ähnlich. „Alle Beteiligten waren Opfer“ sagt er. Die Bevölkerung in Drevenack und Umgebung, die in Angst vor den Überfällen lebte. Landwirt Schüring, der sein Altenteil genießen wollte und einem brutalen Mord zum Opfer gefallen ist. Die Zwangsarbeiter, Maria beispielsweise war die Tochter eines ukrainischen Tierarztes. Sie wurde mit 15 Jahren von den Nazis in der Ukraine verschleppt. Die Kriegsgefangenen. „Es war eine Spirale der Gewalt“, so Hansen.

Weis stellte im Februar den Antrag, einen Gedenkstein zu errichten. „Wir haben im Ältestenrat diskutiert. Weil Drevenack damals ein selbstständiges Dorf war, haben wir den Arbeitskreis Dorfgemeinschaft eingebunden“, erklärt Hansen.

Das Projekt ist nicht unumstritten im Dorf. Dennoch hoffen Hansen und Weis, dass möglichst viele Drevenacker am Samstag um 17 Uhr zur alten Landstraße kommen. Die Inschrift wird erst dann enthüllt. Wer am Wanderparkplatz Loosenberge vorbei dem Weg folgt, trifft nach etwa einem Kilometer auf die Stelle.

 

Information
Drevenack 1944 
Das war geschehen:
Drei entflohene russische Kriegsgefangene hatten sich im Winter in einer Tannenschonung des Drevenacker Waldes ein unterirdisches Versteck gebaut. Sie brachen in die umliegenden Bauernhöfe ein, stahlen Lebensmittel und andere Dinge.
Im Dorf ging die Angst um.Russische und ukrainische Zwangsarbeiter, die auf den umliegenden Höfen beschäftigt waren, versorgten die Männer mit Milch, Eiern und Zeitungen.
Sie flohen, als sie an die Westfront geschickt werden sollten, zu den Rotarmisten in den Wald.
Die Nationalsozialisten standen unter Druck, die Bevölkerung war beunruhigt, ihre Autorität bröckelte.Nach mehreren Suchaktionen wurde die Gruppe aufgespürt, die Nazis hängten zwei Rotarmisten und acht Zwangsarbeiter, darunter zwei ukrainische Mädchen, Maria (17) und Manja, die als „etwas älter“ beschrieben wird. Den Text aus der NRZ von 1960/61 können Sie im Drevenacker Portal komplett nachlesen unter www.drevenack.de

 

Quellen:

1. Die Helden kamen jede Nacht, Beitragsreihe der NRZ aus 1961/1962

2. NRZ – Beitrag von Frau Susanne Zimmermann vom 22. September 2014

Zwei Dörfer, viele Verwandtschaften

Hart waren sie, im alten Drevenack. Wer im Dorf unehelich geboren wurde, fand im Kirchenbuch bei seinem Namen die Kennzeichnung „Hurenkind“. Solche und andere Dinge aus der Historie interessieren Hans-Peter Weis.

Der 57-jährige gräbt sie aus. Und er teilt die Schätze bereitwillig mit anderen. Dazu hat er „Das Drevenack Portal“ im Internet eingerichtet, zu finden unter: www.drevenack.de

Kirchtum-Anekdoten

Manche Geschichten sind lustig, die sich in alten Büchern finden, „meist haben Lehrer sie aufgeschrieben“. Wie die aus dem 17. Jahrhundert, als der Schullehrer – er wohnte im alten Pastorat – und der Pfarrer sich lange Zeit nicht grün waren. „Nach einem guten Wein gab es irgendwann eine Prügelei“, schmunzelt Weis. Klar, dass das im Dorf weder unbemerkt, noch unkommentiert blieb – und auch schriftlich festgehalten wurde. Andere Geschichten sind traurig – wie die vom Pfarrer, der auf dem Weg zur Mühle in der Lippe ertrank, seinerzeit war es eher unüblich, dass Menschen schwimmen konnten. Das alles und noch mehr schlummert in Archiven, Pfarrbüchereien und anderen Quellen und wartet auf Leser.

Weis geht es nicht allein darum, Anekdoten und Dönekes aus der Vergangenheit auszugraben. Die Geschichte von Gut Schwarzen­stein findet sich ebenso ausführlich im Portal unter dem Stichwort „Geschichte“, wie Portraits Drevenacker Persönlichkeiten. Und obwohl der Name es nicht vermuten lässt, auch Krudenburg ist hier verzeichnet. „Drevenack und Krudenburg – das war immer eins“, sagt der Berufssoldat im Ruhestand.

Erstmals hatte er Anfang der 90-er Jahre die Idee zu so einer Seite. „1999 hatte ich dann die ersten Seiten im Netz. Das war früh, „damals hatte Hünxe noch keine eigene Internetpräsenz.“ Seitdem hat Weis, der seit seinem fünften Lebensjahr in Drevenack wohnt, recherchiert. „Anfangs habe ich den Heimatkalender genommen, der kam jährlich heraus. Mein ältestes Exemplar ist Jahrgang 1955.“ Mühsam schrieben er oder Mitstreiter die Texte ab, oder er scannte sie ein, „aber dann sind sie nicht so gut zu lesen“.

Sütterlin lesen gehört zu seinem Hobby dazu, „es ist toll, was man da so findet.“ Weis hat sich tief in die Geschichte der beiden Dörfer eingearbeitet, es ist „spannend, wer mit wem hier eigentlich verwandt ist“.

Es gibt noch jede Menge zu tun. Nicht nur Kirchenarchive sind interessant: Beinahe jede alteingesessene Familie hat historisches Material aus den vergangenen Jahrhunderten unter den Papieren. Aus der Zeit, als die Bahnlinie gebaut wurde. Oder aus den Weltkriegen, aus den Jahren, als die Bauern ihren Lehnsherren dienten…

Die Inhalte des Portals

Für Menschen, die selbst in der Vergangenheit forschen wollen – eventuell die eigene Familiengeschichte erkunden -, gibt das Portal Hilfestellung.

Genealogie ist das Stichwort. Hier finden Interessierte Quellenhinweise, die der Historische Arbeitskreis Wesel ausgearbeitet hat. Von Taufregistern über das Heiratsregister, die Kommunikanten, die Glaubensbekenntnisse bis zum Sterberegister.

Erzählungen und Gedichte aus Krudenburg und Drevenack hat Weis gesammelt und auf der Homepage veröffentlicht.

Austausch findet auf den Seiten wenig statt – zum Bedauern des Heimathistorikers. Im Blog könnten andere Interessierte Anregungen geben oder eigene Beiträge verfassen.

Sogar das Wetter in Drevenack und Krudenburg lässt sich hier täglich verfolgen – praktisch im Urlaub.

 

 

 

Quellen:

  1. Kirchenbücher der ehemaligen reformierten Gemeinde Drevenack sowie der ehemaligen lutherischejn Gemeinde Krudenburg.
  2. Auszüge aus den Konsitorialakten der beiden Kirchengemeinden
  3. NRZ – Beitrag von Frau Susanne Zimmermann vom 6. August 2013

Zur Geschichte der reformierten . . .

Beitrag zur Geschichte der reformierten Kirchengemeinde Krudenburg

 

Vorwort:
Die nachfolgend aufgeführten Eintragungen aus den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel wurden bewußt nur auszugsweise abgebildet. Sollten Sie an einer vollständigen Auflistung der vorhandenen Daten interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Historischen Arbeitskreis in Wesel, Herrn Hermann Kleinholz, Drosselstrasse 13, 46487 Wesel .

Sie können einige dieser Publikationen auch  direkt in der Buchhandlung Korn in Wesel, www.buchhandlung-korn.de erwerben.

 

Fragen Sie einfach nach den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel.

 

Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744-1823

 

Zur Geschichte der reformierten Gemeinde Krudenburg
                                                    
(Text nach der Zusammenfassung von Pfarrer Rosenkranz)

 

Weil die Gutsherrschaft des Schlosses Krudenburg (Graf von Vehlen und Raesfeld, seit 1734 Herren von Grävenitz, seit 1783 von Strünckede) im Unterschied von der umgebenden Gemeinde Hünxe sich zum reformierten Bekenntnis hielt, wurde, vielleicht schon 1620, ein reformierter Schloßprediger in Krudenburg angestellt, zu dessen Gottesdiensten sich auch mehrere Glaubensgenossen aus der Umgegend einfanden. Als die Gräfin von Vehlen vorübergehend zu Schermbeck wohnte, wies sie auch ihrem Schloßprediger dort die Wohnung an. Da der Gutsherr von Krudenburg über den Altar St. Marien zu Hünxe verfügen durfte, bestimmte er die hiermit verbundenen Gefälle von etwa 150 Reichstaler dem Schloßprediger als Gehalt. Das Pfarrhaus in Krudenburg aber wurde nicht von der Gutsherrschaft bezahlt, sondern von dem Geld, das Pfarrer Beckmann sammelte. Seitdem es in Krudenburg ein Presbyterium gab, d.h. seit etwa 1729/21, durfte dieses bei der Pfarrerwahl dem Patron drei Namen zur Auswahl vorschlagen. Als Pfarrer J. H. Vietor die verwitwete Gutsherrin heiratete, bereitete die Wahl seines Nachfolgers solche Schwierigkeiten, dass 1753-55 der Hilfsprediger Frenz die Amtsgeschäfte verrichtete. Damals gehörten zur Gemeinde außer der Patronin und ihrem Haushalt 24 Familien mit 50 reformierten Gemeindegliedern (4 bzw. 6 in Hünxe, 4 bzw. 7 in Krudenburg, 8 bzw. 11 in Drevenack, 8 bzw. 36 in Obrighoven-Peddenberg). Die stes kleine Gemeinde hatte weder Lehrer noch Küster; sooft Gottesdienst gehalten wurde, kam jemand aus Wesel, um zu läuten und vorzusingen. Erst 1785 kam es in Krudenburg zur Gründung einer reformierten Schule, die aber 1816 mit der lutherischen vereinigt wurde. Nachdem schon 1800 die Pfarrstelle zweieinhalb Jahre unbesetzt geblieben war, kam am 4.4.1824 die Union zwischen Hünxe (lutherisch) und Krudenburg (reformiert) zu Stande.“

Das für die Jahre 1744 bis 1823 geführte Kirchenbuch, das sich im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack befindet, enthält somit Einträge sowohl aus Obrighoven, hier wird der Wittenberg genannt, als auch die der reformierten Gemeindeglieder aus Drevenack und Hünxe. Aus den amtlichen Eintragungen ragt die ausführliche Beschreibung der Taufe eines aus New York stammenden und versklavten Negerjungen heraus, der den Namen Christian Ludwig Friedrich Wilhelm Rosenfeldt erhielt. Über den weiteren Lebensweg und den Verbleib dieses Jungen ist bisher nichts weiter bekannt geworden.

Die Eintragung lautet wie folgt:

1787 Mai 27 – wurde nach gehaltenem Nachmittagsgottesdienst auf audrücklichem Verlangen des Herrn Hauptmann Christian Adolph Sigismund von Vaerst und desselben Frau Gemahlin Marianne Florentine Amalie Caroline Wilhelmine von Strünkede ein nord-amerikanischer Negerknabe, der eben im neunten Jahr seines Alters und aus der Provinz Neu Jork gebürtig, getauft. Er erhielt den Namen Christian Ludwig Friedrich Wilhelm Rosenfeldt. Paten: Der Herr Hauptmann Christian Adolph Giesbert von Vaerst, der sich dieses Knabens vorzüglich angenommen, für seine Ausbildung und christliche Erziehung väterliche Sorge tragen will; der Freiherr Ludwig Friedrich Sigismund Carl von Strünkede, Herr zu Crudenburg; die Frau Hauptmann Marianne Florentine Amalie Caroline Wilhelmine von Vaerst geb. von Strünkede; die Freifrau Vicentie Adolphine Luise von Strünkede geb. von Beauschesne, Frau zu Crudenburg. Da dieser Knabe, der im 3ten Jahr seines Alters bereits sein Vaterland, da er zum Sklaven verkauft, verlassen, den Zunamen seines Vaters nicht wusste, so haben die hochadeligen Taufzeugen gut gefunden, ihn „Rosenfeldt“ zu nennen.

Gott lasse diesen Knaben, den er der Finsternis des Heidentums entrissen, in dem Lichte des Evangeliums groß werden zu Verewigung seines Namens und seiner Seeligkeit.

 

Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744 -1823

 

Namen derer, die aus andern Gemeinden Kirchenzeugnisse bei dem hiesigen Consistorio eingereicht haben.

1762 Mai 7 Gertraud Beyer aus Hiesfeldt.

1765 Sep 20 Jenneke Korthauers aus Hamminkeln.

1765 Dez 22 Elisabeth Hauptmanns aus Holten.

1773 Mai 4 Anna Gerdrud Beyer, aus Sonsbeck.

1773 Sep 5 Thomas Hulsdonck aus Brünen.

1775 Mär 18 Eisken Schlurcks aus Hamminkeln.

1777 Dez 24 Bernd Kuhners aus Brünen.

1780 Apr 18 Dirck Krakenberg aus Wesel.

 

 

Quellen: Arbeitskreis Wesel, Hermann Kleinholz

Die Lippe

Die Lippe

Quelle:       in Lippspringe im Kurpark 141 m ü.M 15 m ü.M.

Mündung:    Rheinstrom-km 815 bei Wesel

Länge: 230 Km

Mittlere Breite in der Rheinebene: 30 bis 35 Meter

Abflußmenge im Jahresmittel 1965-88 am Pegel Schermbeck 1:46,4 m3/sec. rd.

 Mühlenstandorte um 1850 (einschl. an Nebenbächen): 50

Als „Lupia“ war unser Fluß Im Jahre 9 n. Chr. von Vetera (Xanten) aus Marschweg und Nachschublinie für den unglücklichen Zug des römischen Generals Quinctilius Varus gegen den Cheruskerfürsten Arminius. Die römischen Schriftsteller Tacitus und Plinius haben ihn als erste beschrieben. Im frühen Mittelalter änderte sich sein Name in „Lippia“. Er war Vater der Städte Lippspringe, Lippstadt und Lippetal und sogar Namensgeber für ein Duodezfürstentum und – unter Napoleon – für das „Departement Lippe“.

Noch heute schlängelt sich die Lippe auf ihrem weiten Weg von der Quelle in vielen Windungen durch das Lipper Land und durch das westfälische und niederrheinische Tiefland, ehe sie in den Rhein fällt. Aber sie kann kaum „fallen“. Eher war es die besonnene Vermählung einer gereiften Dame – nach einiger Bedenkzeit. Denn bis zum 16. Jh. trafen sich die beiden nicht südlich, sondern ein gutes Stück nördlich von Wesel, ziemlich genau gegenüber dem einstigen römischen Castra Vetera bei Xanten. Auf diese „Nordmündung“ – und auf die nicht minder strategisch günstige Lage auf dem Fürstenberg bei Birten – geht die Gründung des großen römischen Militärlagers „VETERA I“ zurück. Das Lager ist um 12 v. Chr. entstanden und war Ausgangspunkt für den Feldzug des Varus. Die Gemächlichkeit und „Besonnenheit“ der Lippe hatten ihren Grund: Der Höhenunterschied von 126 m zwischen Quelle und Mündung mag, für sich besehen, ja noch eindrucksvoll erscheinen. Aber dazwischen liegen nicht weniger als 230 km, für die unserem Fluß ein nicht gerade üppiger Schwung zur Verfügung steht. Übrigens: Entsprechend lang ist die erste exakte Lippekarte, die der Geometer Joh. Bucker 1707 zeichnete: 22,5 m.

Trotz ihres relativ geringen Gefälles bekam die Lippe nur selten Nachschubprobleme, dank den Stau- und Sammelräumen im kalkreichen Untergrund bei Paderborn. Das machte die Lippe als Energielieferant interessant: Noch um 1920 trieb der Fluß 14 Mühlen an, zwei davon (in Lippspringe) über Turbinen, die anderen mit herkömmlichen Wasserrädern. Zuvor gab es noch mehr Lippemühlen. Viele hatte man schon im 19. Jh. stillgelegt, weil sie die Schiffahrt störten. Dazu gehörten auch die Flußmühlen, die man am Unterlauf der Lippe einrichtete. Von ihnen lag die Mühle vor der Krudenburg in unserem Betrachtungsgebiet. Schiffahrt wiederum hat es auf der Lippe nicht erst seit Varus‘ Zeiten gegeben. Der Fund eines 15,6 m langen Einbaums aus der Bronzezeit beweist das; es ist übrigens der längste Einbaum, der je in Europa gefunden wurde. Als 1931 der Wesel-Datteln-Kanal („Lippeseitenkanal“) eröffnet wurde, war es allerdings mit der Lippeschiffahrt vorbei, die Wesel schon zu Zeiten der Hanse zu einem bedeu- tenden Handelsplatz gemacht hatte. Seither hat unser altehrwürdiger Fluß einen Begleiter. Aus der Vogelschau ist es gut zu sehen: Während er selber sich unbekümmert durch die Wiesenlandschaft windet, möchte es scheinen, als habe die moderne Kanalbautechnik ein Lineal daneben gelegt.

Wie die Emscher, so geriet auch die Lippe mit der Industrialisierung in Konflikt. Auch ihr machen Siedlungsabwässer und Bodensenkungen durch den Bergbau das einst so gesunde Leben schwer. Um ihre Lage zu verbessern, wurde 1926 der Lippeverband mit Sitz in Essen und Dortmund gegründet. Von den vielen mühlentreibenden Zuflüssen der Lippe liegen drei am Niederrhein: der Schermbecker und der Gartroper Mühlenbach, sowie der Rehrbach. Sie sind jeweils zwischen 8 und 10 km lang und beziehen ihre Vorflut aus den Wäldern beiderseits der Lippe.

Original der Lippe-Karte von 1707: Staatsarchiv Münster, Kartensammlung Nr. 7621; zur Lippe-Schiffahrt und zum Kanalbau: FRAAZ, Karl-Otto, „Wechselvolle Geschichte – Wasserbau und Schiffahrt am Wesel-Datteln-Kanal“, in: Der Lichtbogen (Chem. Werke Hüls), 1977, S. 126 ff.; RÜHLING, Hans-Bernd, „Der Lippe-Schiffahrt Glanz und Ende“, in: HK Krs. Dinslaken 1959, S. 45 ff.; RUPPERT, Jürgen, „Die Lippe-Aufgaben und Nutzungen“, in: Jb. Krs. Wesel 1993, S. 129 ff.

                           Bild 66 zeigt die Schiffmühle in Krudenburg
                               Hünxe-Krudenburg  (vor 1363 – 1827)

Nr. 66 Schiffmühle Krudenburg, Hünxe. Sie bestand an dieser Stelle schon seit dem 14. Jh. Der Preußische Staat kaufte sie 1827 auf, um sie zu beseitigen und die Schiffahrtsverhältnisse auf der Lippe zu verbessern. – Nachzeichnung einer Flurkarte von 1733.

Das Bild unten zeigt die heutige Situation. Es ist ungefähr von der Stelle aufgenommen worden, wo in der obigen Karte „Weide“ steht. Der Mühlenstandort war links in dem aufgeschütteten Gelände auf der anderen Uferseite (jetzt eine Wiese). Dahinter sind einige Gebäude des Ortes Krudenburg zu erkennen. Weit im Hintergrund sieht man die neue Lippebrücke. Außer auf dem Rheinstrom gab es hierzulande allein auf der Lippe Schiffmühlen. Zählt man die spätmittelalterlichen Mühlen bei Wesel nicht mit, waren es insgesamt drei „echte“: in Vogelsand/Haltern, Dorsten und in Krudenburg. Am Mittellauf lagen darüberhinaus neben den vielen ortsfesten „Ufermühlen” noch an die 10 Mühlen auf Pontons. Alle Mühlen oberhalb Vogelsand waren nicht überwindbare Hindernisse für die Lippeschiffahrt. Bei ihnen mußte die Fracht jeweils auf ein jenseits liegendes Schiff umgeladen werden.

Die überlieferte Geschichte der Krudenburger Schiffmühle beginnt mit einem Kaufvertrag vom 26. April 1363, mit dem Graf Johann von Kleve dem Ritter Rutgher van dem Buetsler die Krudenburg verkauft hatte. Dazu gehörte auch die „wathermoelen die geleghen is in der Lippe tusschen Crudenborgh ende Hünxe mit oeren toebehoeren ende tgemale“. Das Gemahl (der Bannbezirk) erstreckte sich auf das ganze Kirchspiel Hünxe, einschließlich einiger außerhalb liegender Höfe.

Eine ungefähre Vorstellung von der wassertechnischen Situation gibt uns eine Flurkarte, die der Ingenieur-Kapitän v. Wrede 1733 gezeichnet hat. Danach lag das doppelrümpfige Mühlenschiff nicht offen im Strom – wie bei den Rheinmühlen üblich – sondern an einer schmalen Öffnung zwischen Sandinseln. Ein seitab liegendes Wehr sorgte für beständigen Durchfluß. Weil auch die Lippekähne durch diesen „Kanal“ mußten, hatte ihnen der Müller Platz zu machen – gegen eine Gebühr, versteht sich. Anschließend mußte er sein Mühlenfahrzeug mit seinen Knechten wieder in „Grundstellung“ bringen. Vom Platz in der Sandinsellandschaft profitierten auch die Fußgänger. Gegen einen Obulus konnten sie über den Mühlensteg und das Wehr zum Kirchdorf Hünxe gelangen. Das war schneller und wohl auch billiger als die Fähre. Denn eine Brücke gab es erst in neuerer Zeit.

Mit dem Aufkommen der Dampfschiffahrt in der ersten Hälfte des 19. Jh. war die Zeit der Krudenburger Mühle vorbei. Dampfer brauchen freie Fahrt. Der letzte Krudenburger Schiffsmüller Peter Benninghoff trat deshalb 1827 Mühle und Staurecht an den preußischen Fiskus ab, der die Schiffahrtsverhältnisse auf der Lippe verbessern wollte.

Die Krudenburger Schiffmühle bekam übriges 1838 eine Nachfolgerin: die Hünxer Windmühle. Benninghoff hatte sie damals zusammen mit dem Hünxer Oekonom und Gastwirt Johann Heinrich Berger gebaut. Als später die Kinder der beiden heirateten, bekamen sie die Mühle als Mitgift.

Ihre Nachkommen bewohnen die Mühle noch heute.

 

 

 

Quellen:          Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Volker Hartmann (Oberhausen)

Aus dem Buch „Niederrheinischer Wassermühlenführer“ von Hans Vogt, 2. Auflage von 1999, ISBN 3-00-002906-0

 

HAUPT, Jürgen D., „Schiffe und Mühlen auf der Lippe“, in: HK Krs. Wesel 1982 S. 156 ff.; LACOMBLET, Urkundenbuch (154), Bd. 3 S. 537 Nr. 638 (Vertragsurkunde von 1363); SCHLEIDGEN spricht in seinem Urkundenbuch Kleve-Mark (224) von einer Windmühle -irrtümlich, wie der Originaltext beweist; v. MALLINCKRODT, Kurt, „600 Jahre Krudenburg“, in: HK Krs. Rees 1964 S. 34 ff., 1965 S. 47 ff. u. 1966 S. 107 ff.; siehe auch unter Rheinmühlen (Ziff. 6 Bislich). Die benachbart liegende Dorstener Schiffmühle wurde übrigens noch 1828 auf sechs Jahre zur Verpachtung ausgeschrieben (Reg.Amtsbl. Düsseldorf Nr. 74, S. 372), ehe auch sie verschwinden mußte.

 

Auszüge aus dem Kirchenbuch . . .

Auszüge aus dem Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg

Vorwort:

Die nachfolgend aufgeführten Eintragungen aus den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel wurden bewußt nur auszugsweise abgebildet. Sollten Sie an einer vollständigen Auflistung der vorhandenen Daten interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Historischen Arbeitskreis in Wesel, Herrn Hermann Kleinholz, Drosselstrasse 13, 46487 Wesel .

Sie können einige dieser Publikationen auch  direkt in der Buchhandlung Korn an der Brückstraße 13 in 46483 in Wesel, www.buchhandlung-korn.de erwerben.

Fragen Sie einfach nach den Werken des Historischen Arbeitskreis Wesel.

 

Das Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Krudenburg 1744 -1823

Copulierte 1753 bis 1760 fehlt

1746 Nov     oo   bin ich Theodorus Wilhem Neuhaus, nach getaner 3malige Proclamation vom Prediger Gardorst Herr Vietor auf dem Wittenberg bei Wesel copuliert worden mit Sara Catharina von Wylich, des weiland in hollandischen Diensten bei der blauen Garde gewesenen Capitains Thomas von Wylich und der Christina Maria Keller hinterlassene Tochter.

1748 Jul 20      oo   in Hünxe Jörgen Brüggendick, geb. in Bruckhausen, J. G., mit Johanna Elisabeth Brüggemanns, geb. in Crudenburg.

1751 Dez 22     oo   Berend Dünkers, J. G., mit Anna Gertrud Bongards, beide aus Obrighoven.

1752 Jun 20     oo  Henrich Clamer gnt Scholtefinkel, J. G. aus Obrighoven, mit Jenneken Gerings, J. T. aus Brünen.

1761 Jun 15     oo   Knelles Plistermann, J. G., mit Jesineken Brückmanns, J. T., beide aus Obrighoven.

1761 Jul 5       oo  Jann Henrich Brückmann, J. G., mit Christina Plistermanns, J. T., cath., beide aus Obrighoven.

1762 Jan 14     oo   nach dreimaliger Proclamation Derck Langenhorst, Witwer, und Judick van Poll, J. T. aus Brünen.

1762 Mär 20     oo   nach vorheriger dreimaliger Proclamation Bernd Dünkers, Witwer von Gerdrüd Bongards, mit Margarith Senkes, J. T. aus dem Amt Wesel.

1764 Sep 6       oo  bin ich Johannes Leonardus Terstegen mit der Juffer Antonetta Catharina Stirn, Wwe Weinarth, nach selbst getaner dreimaliger Proclamation von Herrn Prediger zu Gartrop Herrn Bertram allhier in des Predigers Haus copuliert worden. Der Herr Vater meiner eingesegneten Eheliebsten ist gewesen Herr Philip Jacob Stirn, weiland Apotheker der Stadt Hamm. Die Frau Mutter Sophia Catharina Sengers.

1765 Feb 24     oo   nach dreimaliger Proclamation Johannes Conradt Heinen, Bedienter auf hiesigem adeligen Haus Crudenburg, mit Louisa Eleoniora Deetora Fischers, Wwe von Johann Georg Grodt, aus Crudenburg.

1765 Apr 18       oo  nach dreimaliger Proclamation Paul Peddenberg, J. G., mit Anna Mariken Loekens, beide aus Obrighoven.

1765 Okt 20     oo   nach dreimaliger Procfamation Fritz Peddenberg, J. G. aus Obrighoven, mit Margarith Brückmanns, Wwe, wohnhaft auf dem Reginet.

1769 Apr 25       oo  nach dreimaliger Proclamation Gerdt Brückmann, J. G: aus Obrighoven, mit Hendrin Junkers, J. T. aus Obrighoven, luth.

1769 Okt 9       oo   nach dreimaliger Proclamation Kobes Loekens, J. G. aus Obrighoven, mit Anna Mechelt Eckholds, J. T. aus Hartingen, futh. Die Copulation ist im Drevenackschen Gebiet geschehen.

1771 Sep 24   oo   nach dreimaliger Proclamation Jann Henrich Loekens gnt Plistermann, Wwer aus Obrighoven, mit Anna Gerdrüth Kösters, J. T. aus Lackhausen. Die Copulation ist geschehen an Plistermanns Behausung in Obrighoven.

1774 Nov 22   oo   nach dreimaliger Proclamation Jann Henrich Loekens, J. G., mit Anna Margarith Plistermanns, J. T., aus Obirghoven, cop. in Loekens Behausung in Obrighoven.

1775 Okt 5   oo   nach dreimaliger Proclamation Wessel Kremers, J. G. aus Brünen, mit Anna Mariken Loekens, Wwe Peddenberg, aus Obrighoven. Die Copulation ist auf Peddenbergs Behausung in Obrighoven geschehen.

 

Zeichenerklärung:

oo         copuliert

p              proklamiert

 

 

Quellen: Historischer Arbeitskreis Wesel

Stern und Tier . . .

Stern und Tier und Blume fallen …                                    

 

Das strahlende Sonnengold spätsommerlich-warmer Tage des schönen Oktobers 1969 ist längst dahin. Der Flurbereiniger und Aufräumer November regiert und läßt den farbenfreudigen Kunstmaler Herbst allmählich resignieren. Angesichts der Vergänglichkeit der freudigen Pracht seiner Farbenpalette erfaßt ihn nun eine stille und wachsende Melancholie. Nachdem klatschende Regengüsse, von Sturm und Wind gepeitscht, wie rohe Bilderstürmer in den reichen Laubwälderschmuck seines großartigen Naturmuseums einfielen, geht Meister Herbst in Ernst und Unabänderlichkeit selbst dazu über, stumpfe, klagende Grautöne dem verblassenden Bilde unserer weiten Niederrheinlandschaft beizumischen. Immer spärlicher werden Tage und Stunden dünnen Lichtes zaghafter Mittagssonne. Noch ergreift wohl da und dort einsame Wanderer das braunrote Geleucht des Blätterteppichbodens zwischen den kahlwerdenden Stämmen der Buchenwälder. Aber dieser schwache Abglanz eines beendeten rauschenden Licht- und Farbenfestes bekümmert mehr als er erheitern könnte. Jedes noch zur Erde sinkende Blatt, das in stummer Zähigkeit bis zuletzt ausharrte, und das gespenstische Helldunkel-Reflexspiel auf Weg und Steg und allen Gewässern unter grau dahinjagen-den Wolken erhöhen nur die allgemeine Trauerstimmung. Wenn ziehende oder lastende Nebelschleier alles und jedes in geheimnisvoll-schweigsame Undurchdringlichkeit und Namenlosig-keit hüllen, wenn die nutzlos gewordenen Blättermassen in freudlosen Straßen so hilflos vor dem Winde daherjagen, ohne Ruh und Rast, wild durcheinandertanzend, mal hierhin, mal dorthin geworfen: Dann erfaßt alle sinnenden Menschen etwas von der Größe und herben Trauer in diesen Sterbegebärden eines abschiednehmenden Jahres. Wieviel empfänglicher, aufnahmebereiter sind wir nun für die Sprache der Dichtung, für Stimmungen und Eingebungen, wie sie der Lyrik deutscher Zunge über den Herbst in so reicher und mannigfaltiger Weise zueigen sind. Bereiten Herzens werden wir wieder heimisch in Dichterworten älterer und neuerer Zeit, die in Einfachheit und Größe, Klarheit und Kraft das gestalten und aussprechen, was uns alle bewegt. Beginnen wir mit Hermann Hesse:

Seltsam im Nebel zu wandern! Wahrlich, keiner ist weise,

Einsam ist jeder Busch und Stein, Der nicht das Dunkel kennt,

Kein Baum sieht den andern, Das unentrinnbar und leise

Jeder ist allein. Von allen ihn trennt.

Voll von Freunden war mir die Welt, Seltsam im Leben zu wandern!

Als noch mein Leben licht war; Leben ist Einsamsein.

Nun, da der Nebel fällt, Kein Mensch kennt den andern,

Ist keiner mehr sichtbar. Jeder ist allein.

Wie meisterhaft sind hier in herber, schöner Sprache vor dem Hintergrund des herbstlichen Naturgeschehens tiefe Erkenntnisse über Leben und Eingebettetsein in den Kreislauf des unabänderlichen Stirb und Werde aufgezeichnet. Leben ist einsamsein“ . . . Wer nicht das Dunkel des Älter- und Einsamerwerdens, das herbstliche Abschiednehmen, in seine Lebenserwartungen in rechter Weise mit einzupassen vermag, wird wohl auch nicht in den vollen Genuß berauschender Frühlingsseligkeit des Lebensanstiegs und des Reichtums sommerlicher Lebenshöhe gelangen. Kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein“ . . . Welch seltsame Verquickung ermöglicht dieses Dichterwort, das im Urgrund die gottgewollte Individualität und schicksalhafte menschliche Vereinsamung im Sinne hat, mit Gegebenheiten zeitgenössischer Erscheinungen und Entwicklungen: Wie sehr ist unser auf rein äußerlichen Genuß und Zerstreuung bedachtes, an der Masse und ihren Gewohnheiten ausgerichtetes Leben von innerlicher Verarmung und Vereinsamung bedroht. Wer nur in einem massebetonten Dasein auf der Suche nach materiell-äußerlichen Lebensbereichen sein Heil sucht, wird allein gelassen und auf sich allein gestellt bald sehnsüchtig nach inneren Kräften Ausschau halten, die in seiner Persönlichkeit verkümmert schlummern und nur in der Bindung an höhere, ideale Ziele und Werte mobil gemacht werden können.

Keiner von uns ist Robinson, niemand vermag auf die Dauer mit vernünftiger Existenzaussicht ein Robinsondasein zu führen. Als Einzelwesen sind wir auf Gemeinschaft und Gesellschaft angelegt. Natürliche Gruppierungen, von der kleinsten bis zur größten, Familie, Volk, Menschheit, begründen, umhegen, kultivieren unser Sosein: die zweckgerichtet-künstlich entstandenen Zusammenschlüsse des beruflichen und politischen Existenz- und Freizeitlebens von der Werkstatt bis zum Staat, vom Verein bis zur Partei garantieren unser zivilisatorisches Dasein. Bei allen in der Sache notwendigen Auseinandersetzungen, die es bei der Bewältigung und Gestaltung von Alltagsaufgaben in diesem weiten Bereich immer gibt und geben wird, sollte alles Trennende zugunsten des Gemeinsamen überwunden werden. Vom Gedanken sozialer Verantwortung des einen für den andern darf es wie im christlichen Sinne keine Verlorenheit des einzelnen mehr geben. Mitmenschliches Füreinanderstehen müßte die Menschen unserer Zeit davor bewahren, der Verlorenheit des Dichterwortes, Leben ist Einsamsein, anheimzufallen; soweit jedenfalls, wie sein Sinn menschlich-soziale Beziehungen und nicht unsere Individualität in der Bindung an Überirdisches bedeutet.

Doch dem Herbst als der zunächst stillen, dann stürmischen Feier des Altjahrabschiedes das Wort zu reden, ist nicht allein Sinn dieser Ausführungen. Rilke sagt in einem seiner Herbstgedichte:

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und doch ist einer, welcher dieses Fallen

Und sieh dir andre an: es ist in allen. unendlich sanft in seinen Händen hält.

Hier schließt sich schon an die Sanftheit allen Vergehens und Ausgelöschtwerdens die erste, zaghafte Hoffnung an: Die winterbereite Feierruhe der Natur, die sich schon bald zum Schlafe mit dicken, weißen und weichen Tüchern überziehen wird, ist wie in geheimen Träumen angefüllt von vielseitigen und emsigen Vorbereitungen für ein sieghaftes, brausendes Erwachen im neuen Frühling. Aufmerksamen Beobachtern entgehen nicht die bereits neu gebildeten und sorgsam verpackten Knospen an Bäumen und Sträuchern, und sie wissen im Walde um die stille Vorbereitungsarbeit im dunklen, geschützten Schöße seines blättergedeckten Bodens:

Bald streut das Jahr mit silberweißer Schwinge den ersten Reif. Und bis zum nächsten März nimmt Gott die Blumen und die Schmetterlinge, die Gräser und die vielen zarten Dinge mit sanften Händen an sein warmes Herz.

                                                                                                                         ( Martin Damß)

Dies alles vollzieht sich wie im Verborgenen, ist stilles, ruhiges Regen und Werden auf lange Sicht. Vorerst aber kommen mit Spätherbst und Winter in langen Stunden, Tagen, Wochen und Monaten die Stimmen der Stille, Mahner und Rufer, zu uns. Stimmen, die wie ein leise klingendes, immer wiederkehrendes Pausezeichen Natur und Mensch zur Einkehr ins Wurzelhafte alles Seins, zum Kräfteneugewinn durch ein gesammeltes Atemholen aufrufen. Und wirklich scheinen dann bald in Eisesruhe und Winterstarre Kräfte und Mächte im Fluß des sonst so drängenden und pulsierenden Lebens den Atem anzuhalten:

Schönheit dieser Welt vergehet Wie die Welle, die erst kommt

Wie ein Wind, der niemals stehet, Und den Weg bald weiter nimmt.

Wie die Blume, so kaum blüht Was für Urteil soll ich fällen?

Und auch schon zur Erden sieht, Welt ist Wind, ist Blum‘ und Wellen.

                                                                                                                     (Martin Opitz)

Oder hören wir Rainer Maria Rilke in der letzten Strophe seines bekannten Gedichtes Herbsttag“: Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Viel Trauer und Wehmut ist in diesen beiden Gedichten. Die Hinfälligkeit aller Kreatur endet in der Geborgenheit des Urgrundes, der oben genannten sanften“ Schöpferhand. Der Untergang alles Endlichen ist wiederum nur eine Station des Unendlichen“ im bleibenden Kreislauf aller Dinge, Räume und Zeiten, im urewigen Stirb und Werde. Untergang des Gewordenen ist somit Heimgang und Neuanfang zugleich. Diese Gedanken finden wir auch in einem Herbstgedicht Erich Bockemühls:

Nun ist kein Beten mehr im Land:

Herr, laß es so und so geschehen! Denn alles Sorgen ist entspannt, Wenn auch die Herden heimwärts gehen.

Zuletzt geht alles ja nach Haus, Weht noch ein Lied, weht noch ein Duft, Und alles muß sich selber finden. Und selbst ein leises Weinen Die Stille horcht ins Land hinaus, Muß in der grauen Dämmerluft Und mit den kühlen Abendwinden Sich aller Liebe einen.

Und im Nachsinnen über das zeitlos wunderbare Geschehen der Christgeburt mit dem Siege allumfassender göttlicher Liebe über Vergänglichkeit und Tod erahnen wir mit Bockemühlschen Worten aus seinem Gedicht Weihnacht“ erste Anzeichen des wiedererwachenden Lichtes:

In den tiefsten Dunkelheiten daß die Nächte heilig werden ist seit je es vorbedacht, und der Chor der Sterne rauscht daß der über alle Zeiten dem, der friedesam auf Erden hehre Engelsang erwacht, in den hohen Himmel lauscht.

Und so geschieht es dann, daß die Welt eines Tages wiederum aus schweren Winterträumen erwacht. Mit Rudolf Alexander Schröder klingt es schon im Februar oder März zukunftsgewiß:

Braucht nur ein Tauwind sich zu heben. Verzagt Gemüt, Blick in die Welt und lerne leben: der Winter blüht.

Schneeglöckchen, Seidelbast, Weidenkätzchen und viele neugierige grüne Knospenschuhe sind die ersten drängenden, vor keinem Eiseshauch zurückschreckenden Boten ihres jungen strahlenden Helden, des neuen Frühlings. Wie freudig empfangen Natur und Kreatur die ersten Lichtsignale  dieser Frohbotschaft:

Wohl zögert noch das alte Herz O schüttle ab den schweren Traum und atmet noch nicht frei, und die lange Winterruh, es bangt und sorgt: Es ist erst März, es wagt der alte Apfelbaum, und März ist noch nicht Mai.“ Herze, wag’s auch du!

„Wagnis des Herzens!“ Das ist auch das innerste Anliegen dieses in der Reihe vieler Vorgänger und Nachfolger erscheinenden Kalenders für das Jahr 1970. Wiederum ist sein Bemühen darauf gerichtet, interessierten Lesern bei aller Beschränkung auf Wesentliches umfassend Bericht über das vielgestaltige Leben in unserer Heimat zu erstatten. Die Themen, Kräfte und Mächte, die Ereignisse und Erlebnisse, um die es bei aller Gestaltung des großen Wagnisses Leben“ geht, entstammen Bereichen wie Natur, Kultur und Landschaft, Mensch und Arbeit, Geschichte und Gegenwart. Fülle und Vielfalt des hier im Kalender Gebotenen wollen zu Ihnen kommen als ein bescheidener Teil des so notwendigen Dienstes besinnlicher Zwiesprache von Mensch zu Mensch. Dazu verhelfe uns zum Abschluß noch einmal das Bewußtsein des Eingewobenseins in den Kreislauf der natürlichen und kreatürlichen Gegebenheiten, die auf den eben bejubelten Frühling erneut sommerliche Reife, Erntesegen und Herbstesabschied folgen lassen werden. So runden Ringe sich und Rad, so schließt der Kreis des Seins, in dem wir uns dennoch mit all der beglückenden Festlichkeit Hölderlinscher Frühlingsverse heimisch und geborgen fühlen wollen:

Noch kehrt in mich der süße Frühling wieder, noch altert nicht mein kindisch fröhlich Herz, noch rinnt vom Auge mir der Tau der Liebe nieder, noch lebt in mir der Hoffnung Lust und Schmerz.

Noch tröstet mich mit süßer Augenweide der blaue Himmel und die grüne Flur, mir reicht die Göttliche den Taumelkelch der Freude, die jugendliche, freundliche Natur.

Getrost! Es ist der Schmerzen wert dies Leben, so lang uns Armen Gottes Sonne scheint, und Bilder bess’rer Zeit um unsre Seele schweben, und ach! Mit uns ein freundlich Auge weint.

 

 

 

Quellen: A. W. Scholten, Heimatkalender 1970